daniela span, kooio 2011  

daniela maria span

gebrochene heldINNen_ broken heroINes

eröffnung fr 13.5. 19h
einführende worte: sabine gatt
sound-performance: fritz teufel

geöffnet von 13.5. - 17.6.2011
mo di fr 11 - 15h mi do 17 - 20h

Daniela Maria Span setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Geschlechtsrollenklischees und physischen Schönheitsvorstellungen bis hin zum Kitsch auseinander. Die Ausstellung „ gebrochene heldINNen_ broken heroINes“ zeigt die Destruktivität von medial forcierten Idealvorstellungen über Männlichkeit und Weiblichkeit auf, die in unserer Realität zu Essstörungen, unreflektiertem auto- und fremdagressivem Verhalten, Suchtproblematik, Konsumismus, Depression etc. führen können.

Daniela Maria Span:
"Wie immer gibt es kein eindeutiges Gut und Böse, TäterInnen und Opfer, kein schwarz oder weiss – sondern zahllose Graustufen.

Die Abbilder der Ikonen Barbie, Ken, Batman, Jesus, der heiligen Madonna mit und ohne Kind etc. ... fungieren als die Vehikel einer kritischen künstlerischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen, Genderklischees und einer extrem heuchlerischen Sexualmoral, die herabwürdigende Darstellungen von Frauen in Werbung und Pornografie hervorbringen und zu Ausbeutung, Prostitution, Menschenhandel, ungleicher Bezahlung für gleiche Arbeit etc. führen.

Frauen werden als unterlegen, willfährig, schwach, opferbereit oder gleich als Opfer schlechthin dargestellt, Männer vice versa als gierige, skrupellose Schädlinge und ewige Täter. Auf der anderen Seite gibt es die Klischees von Frauen als multitaskingfähige Hybride aus beruflicher Powerfrau, endlos liebesfähigem Erotikwunder, hingebungsvoller Mutter und Hausfrau etc., und Männern als dem allzeit bereitem Helden und Beschützer, furchtlos und niemals schwach.

Markt und Medien setzen uns einer Überflutung mit Klischeevorstellungen aus, die uns auf vielen Ebenen überfordern. Die Reduktion von Frauen und Männern auf derart eingeschränkte Lebensentwürfe zerstört Authentizität und Kreativität und schränkt das Potential für gelungene Lebensentwürfe aller Menschen ein. Wer sich auf das Spiel der Klischees einlässt, lebt gefährlich."

Event zur Eröffnung:

Sound-Performance:
Der Multiinstrumentalist Christoph Fügenschuh beschäftigt sich unter dem Pseudonym Fritz Teufel mit der humorvoll provokanten Vertonung gesellschaftlicher Realitäten. Als musikalischen Gegenpol zu Daniela Maria Spans Ausstellungsreihe `VOM-KITSCH-ZUM-TRASH´ werden Barbie Werbespots und Superheldenzitate unter Zuhilfenahme von Samples, Granularsynthese und Slicing in neuen Zusammenhang gesetzt.

 

Ausgestellte Bilder

Einführung von Sabine Gatt

"Von Brunnen zu Brunnen" - Parallelausstellung im Verbale Forum

Website Daniela Maria Span

Biographie