ort der behauptung

jeannot schwartz

eröffnung
fr. 22. jänner, 19h

22.1. - 19.2.2010
kooio
mariahilfstraße 40, innsbruck
geöffnet: mo - di 11 - 15h, mi - fr 17 - 20h

fr. 19. februar, 19h
berlin im fingerkuppenkino
kunstgespräch

biographie

links:

homepage: www.jeannot.at

hidden museum
:
jeannot schwartz, buffon und das reiben an der welt
jeannot schwartz, das mädchen ohne hände - GREIFEN DENKEN FÜHLEN - eine wintergeschichte, von bernhard kathan

galerie foth:
jeannot schwartz, anliegende horizonte

 

 

 

 


berlin im fingerkuppenkino

fr. 19. februar, 19h, Innstraße 15

Das Video BERLIN IM FINGERKUPPENKINO ist ein Berlinportrait von Jeannot Schwartz, das 2009 für das Museum der unerhörten Dinge in Berlin entstanden ist. Es zeigt Berlin durch einen fingerkuppenbasierten Haltegriff, der als Linse geschliffen wurde. Das Video wird ab Einbruch der Dunkelheit vor dem Atelier Christopher Grüner, Innstraße 15 zu sehen sein.


kooio kunstgespräch

fr. 19. februar, 19.30, Mariahilfstraße 40

Anlässlich des Video und der Finissage der Ausstellung ORT DER BEHAUPTUNG laden wir herzlich zu einem Kunstgespräch mit Beate Ermacora, Lucas Gehrmann und Jeannot Schwartz ein.

Ort der Behauptung ist eine interaktive Installation mit der Möglichkeit, das eigene Behauptungspotential zu befragen.

Die durch Greifen geformten Gegenstände haben eine auf das Haupt bezogene Standfläche.
Auf das Haupt gehoben finden sie Entsprechung, Sitz. Will der Träger den Gegenstand oben halten, muss seine Physis die austarierenden Bewegungen finden. Die Summe dieser Bewegungen verändern die Körperhaltung. Eine Erfahrung, die der Besucher machen kann.

Zur situativen Eigenheit von Behauptung gehört, dass sie ohne Gewissheit auskommen muss. So spürt man zwar das am Scheitel ruhende Ding, kann es aber nicht sehen. Selbst erscheint man im Blick des Anderen in Verbindung mit dem Gegenstand, der im wörtlichen Sinn zu einer Behauptung mutiert.

„Weder in der Philosophie noch in der Kunst geht es um Beweis oder Meinung. Es geht um eine Setzung, um Behauptung. Die Behauptung unterscheidet vom Beweis und der Meinung, dass sie ohne Gewissheit auskommen muss. Behauptungsphilosophie ist Philosophie im Ungewissen. Sie überschreitet die Modalitäten herkömmlichen Denkens, wie Reflexion, Begründung, Kritik und Argument. Es geht darum, als Subjekt im Ungewissen eine Wahrheit zu berühren und dieser Berührung eine Form zu geben, Sprache.“ (Marcus Steinweg in "Behauptungsphilosophie", Merve 2006)

Jeannot Schwartz