Kontinuität und Differenz
Lea Maria Gold (Wien)

Ausstellung geöffnet von 11.10. – 25.10.2013,
Mo – Do   17:00 – 19:00
und nach Vereinbarung

Fr 11. Oktober 19:00: Vernissage
Die Künstlerin ist anwesend.

Fr 25. Oktober 19:00: Finissage

Transformation

Der Rezipient muss nicht nur nicht zuhören, die Bilder wollen und fordern es, dass ihre eigene Sprache schweigend zum Betrachter spricht.

So erschafft Lea Maria Gold mittels der Komposition von verschiedenst gearteten Referenzbildern und Elementen – in welchen Akteure mit ebensolcher Vehemenz den Betrachter um Sinnerschaffung fragen, mit der sie gleichwohl auf den eigenen Bedeutungsgehalt insistieren – eine Bildwelt, deren Charakter sich in Variationen von Kontinuität und Differenz offenbart.

Der repetitive Aspekt der Elemte ist Formen und Farben gewidmet, die wort wörtlich "Persönlichkeit tragen" als auch rein symbolischer Natur sind. Als visueller Moment evoziert das Blut in geronnener und rinnender, erstarrter und sich in Explosionen ausbreitender Tropfen und Fontänen einen Schockmoment, in dem sich vordergründig naheliegende Ebenen wie z.B. Verletzung, Schmerz und Tod eröffnen. Der gleichzeitig banalisierend wie erhöhende Effekt der Wiederholung generiert darüber hinaus in der Verschiebung zum Allgemeineren die visuelle Auslegung philosophischer Fragestellungen zu Innen und Außen – Haut und Membran – Verbund und Verbundenheit und letztlich zur polarsten Dualität: Geburt und Tod.

Das Fenster als fotografischer Bildraum soll mehr Idee als Konkretisierung sein, eine Annäherung an einen ephemeren Raum, dessen Lebendigkeit sich nur mehr als Hauch in kristalliner, erstarrter Form zeigt.