IKFKKF Koordinationsinstitute:
Die Institutionalisierung der Kunstforschung als Kunst als Kunstforschung
Skizze




Plan zur Institutionalisierung der Kunstforschung als Kunst als Kunstforschung nach möglichst grundlegenden Richtlinien, die alle Aufgabenbereiche im Keim beinhalten.

Arten:

1. Allgemeines, freistehende Institute
2. In Schulen
3. In Museen, Kunsthallen, Kunstvereinen etc.




1. Allgemeines, freistehende Institute


Aufgabenbereiche, Ziele:
Kommunikation der Künstler und Kunstforscher, Entwicklung entsprechender Sprachsysteme, gemeinsamer Sprachen, Selbstorganisation einzelner Kunstrichtungen, Methodenforschung, Schwerpunktverlagerung

Medien:
Kunst, Zeitungen, Bücher, Verlage, Ausstellungen, öffentliche Zentren, Gespräche, das www ...


A. Schwerpunkt Organisation


a, von Kunstforschern für bestehende Kunst(forschungs)richtungen gebildet
b, von Künstlern für neue Kunst(forschungs)richtungen gebildet

im Schwerpunkt Organisation spielt die Verbreitung eine große Rolle, die Vernetzung der einzelnen Institute ist am wichtigsten. Sie soll zu einem neuen Medium für Kunstvermittlung werden. Es gäbe eine intensive fachliche Kommunikation, bevor ein Ergebnis nach außen geht. Die Institute würden sich natürlicherweise nach Themen, Niveau und Sympathie vernetzen.


Wege der Entstehung :

Zuerst selbst mit einem Koordinationsinstitut und je einem beispielhaften inhaltlichen Institut beginnen. Im kleinen Kreis beginnen und Erfahrungen sammeln, damit nicht sofort ein Turmbau zu Babel entsteht. Langsam und den Schwerpunkt Inhalt Organisation gut austarieren. Sonst mündet es sofort in die Systembeschleunigung und unbewältigbare Masse ohne Inhalt bei einem langweiligen und aufwendigen System. Die Institute bzw. Menschen finanzieren sich selbst auf verschiedene Weise. Man kann sehr verschieden intensiv beteiligt sein. Es wird sich herausstellen, auf welche Bereiche und welches Niveau sich die Versuchsgruppe spezialisiert. Man überlegt Medien. Eine Zeitung, in der Künstler schreiben, ist längst gefragt. Sie sollte aber auch nicht wahllos sein, sondern bereits Forschungsergebnisse hinter sich haben. Eventuell Ausstellungen, alles im Aufwand möglichst einfach, aber gut durchdacht. Zuerst ist alles am besten dünn gestreut mit langen Zeitabständen, damit man genug Zeit zum Nachdenken hat. Man sieht, was sich langsam entwickelt. Der Beginn sollte möglichst sanft, frei und idealistisch sein. Es sollen möglichst nur Idealisten beteiligt sein. Nicht zuviel Neues entstehen lassen, sondern grundlegend, nachdenklich, nach innen gerichtet und forschend bleiben, bis etwas wirklich Sinnvolles und inhaltlich Wertvolles entsteht.


Das Koo. Koordinationsinstitut

a. schickt sich überschneidendes Material an Kunsforscher, vermittelt Zusammenarbeit,

b. schickt selbst überarbeitetes Material in verschiedenen Formen, ausgearbeitete Form, Grobschema, Feinschema, in verschiedenen Kunst(forschungs)sprachen an betroffene Kunstforscher

c. an andere Koordinationsinstitute

d. an sein nächstes zentrales Koordinationsinstitut, nimmt von ihm seiner Thematik entsprechende Aufgaben zur Koordination mit anderen Forschungsergebnissen oder Sprachen in Empfang

e. bekommt Information und schickt sie weiter oder

f. vermittelt Überwechsel für Kunstforscher in andere Kategorien, schickt Information auf Anfrage, Adressen etc. Es weiß Bescheid.

g. Wenn sich ein Kunstforschungsinstitut neu organisiert, wird es vom Koordinationsinstitut für den Anfang einer bestimmten Kategorie zugewiesen, je nach Themenschwerpunkt und praktischen Zielen, oder es kann ansuchen in eine Kategorie aufgenommen zu werden. Die Anfangsinstitute kriegen viel Information.

h. bringt eine Zeitung, Ausstellungen, Bücher, Ergebnisse in irgendeiner Art an die Öffentlichkeit,


Zum Koo. gehörige Institute:

Können zum Teil aus mehreren Personen bestehen, zum Teil kann eine Person mehrere Institute verwalten, je nach Menge der Arbeit und Forschungsschwerpunkt.

Beispiele:

Technisches Institut der Koordinationssysteme: Entwirft Computerprogramme für den praktischen und Bilder der äußeren Systeme für den theoretischen Nutzen. Es ist ein wichtiger Bereich der Methodenforschung, eine der Hauptaufgaben der Institutionalisierung der Kunstforschung als Kunst als Kunstforschung.

Bildfindungsinstitut: Es ist gekoppelt mit dem technischen Institut der Koordinationssysteme. Es entwirft eine allen verständliche Grobordnung der inhaltlichen Kombination der inhaltlichen Institute, innere Systeme. Auch Adressen. Muß immer neu entworfen werden.

Institut zur Entwicklung von Kunstsprachkategorien: Es entwickelt die Kategorien von Kunstsprachen, die miteinander untereinander etwas anfangen können und für gemeinsame Publikationen geeignet sind, ordnet Institute in Kategorien ein. Reklamationen der einzelnen Institute sind erwünscht. Es ist mit Grundlagenforschung usw. gekoppelt. Vor allem in den sehr künstlerischen Bereichen günstig. Es können verschiedene sich überlagernde Systeme aufgestellt werden.

An allen Stellen können sich neue Institute zwischenschalten, wenn jemand einen Aspekt für erforschenswert haltet.


B. Schwerpunkt Forschung:


a, von Kunstforschern für bestehende Kunst(forschungs)richtungen gebildet
b, von Kunstforschern für neue Kunst(forschungs)richtungen gebildet

Dieser Bereich forscht inhaltlich. Das System ist ihm nicht so wichtig, er benützt es. Der Bereich KKF forscht nach verschiedenen Methoden. Wahrscheinlich sind ähnliche Methoden gekoppelt, es gibt aber auch hier Methodenforschungsinstitute (Übergänge in den Organisationsbereich und Systembereich, er ist sehr inhaltlich). Der Bereich KF ist ziemlich rational, geht in Wissenschaft über. Auch er hat seine eigenen Koordinationsinstitute. Wenn jemand ein Koordinationsistitut zu Forschungszwecken aufmachen will, kann er das tun und kriegt sofort alle Informationen. Koordinationsinstitute sind hilfreich und man kann immer froh über einen freiwilligen Koordinationsforscher oder Bildfinder sein.

Beispiele:

Wahrnehmungskunstforschungsinstitut: beschäftigt sich mit Wahrnehmungskunst in ihrem geistig bleibenden Bereich, ihrer Verbreitung und mit der sinnvollen Vermittlung materieller Wahrnehmungskunstwerke, verschiedene Arten von Wahrnehmungskunst werden analysiert, schubladisiert und auf ihre sinnvolle Vermittung hin untersucht.

Institute zur Grundlagenforschung: Sinn, und auch praktische Ziele einiger naheliegender Kunstrichtungen werden beispielhaft auf verschiedene Grundlagen hin untersucht, so weit man selbst reicht. Von dort aus entwickeln sich neue Gebiete. Immer möglichst einfache graphische Darstellung für das Koo., um ihnen das Lesen zu erleichtern.





2. In Schulen


Institute in Kunsthochschulen
z.b. Meisterklassensystem, Hochschule für angewandte Kunst Wien


A. Schwerpunkt Organisation:


eine Gruppe von Forschern und ein Koordinationsinst., ca. fünf Koo. ergeben eine Klasse, ein Assistent hat das nächste Koo., aus dem Bereich der Klasse in freistehende Institute, andere Schulen, innerhalb der Schule, oder alle drei. Es wäre günstig, wenn in einer Schule alle Klassen und die Verwaltung durch Kunstforschungsinst. verbunden wären. Die Kunstforscher erforschen ihre eigene Kunst, die ihrer Mitschüler, oder alle anderen schon bekannten Künste. Man kann sich als Schüler für den Zweig Kunstforschung entscheiden und wird so an ein Netzsystem der Schulen, Kategorie selbständiger Kunstforscherstudenten, Bereiche Forschung, Organisation usw., oder auch an eine andere Kategorie angeschlossen. Sie gehen natürlich in freistehende über, sind gleichwertig gekoppelt. In den Schulen können Institute gegründet werden, oder man kann sich an bestehende anschließen. In den verschiedenen Schulen gibt es verschiedene spezielle Kunstforschungsrichtungen. Auch in den Schulen sollte man immer auf gute Rückmeldung und Bildfindung achten, damit überhaupt jemand etwas davon hat. Rückmeldung und Bildfindung machen Forschung und Kommunikation möglich. Es muß immer genügend Koordinationsinstitute geben. Diese sind nicht nur viel Arbeit, sondern interessante und kreative Arbeit, denn sie ziehen Resumees, sie haben mehr Arbeit und mehr Macht. Niemand sollte zuviel arbeiten, damit nicht zuviel Material sinnlos fließt. Deshalb sollte es für die meisten nebenberuflich sein. Man sollte wissen, woran man arbeitet.

Dem Bereich Organisation der Kunstforschung ist es wichtig, Wege nach außen und Finanzierungsmöglichkeiten für die einzelnen Kunst(forschungs)richtungen zu finden, die ihnen entsprechen.


B. Schwerpunkt Forschung:


Den Forschungswegen und Gebieten sind keine Grenzen gesetzt. Es wird sehr freie künstlerische Forschungen geben, die sich kaum von heutiger Kunst unterscheiden, aber es sollte auch eine aufbauende und informative Kunstforschung entstehen.

Beispiele:

weltliche und geistliche Schulen, Kunstklöster:



Maria Rauch, Wien, Februar 1991