Die Realisierung:



Die IKKF wirklich zu realisieren, ist wesentlich schwieriger, als sie zu erträumen. Vor allem, wenn man ihre Realisierung als künstlerischen Akt ernstnimmt. Sie kann sich in großen Teilen nur aus sich selbst entwickeln, deshalb wäre ihre Realisierung ein geheimnisvoller Kraftakt, der in sich den Code zu ihrer gesunden Entwicklung tragen müßte, ähnlich wie ein Zeugungsakt. Ich könnte mich auch niemals als alleinige Vaterin dieses gewaltigen Kindes bezeichnen, wenn es wirklich entstehen würde...

Man kann äußerlich seinen Vorstellungen und den Möglichkeiten entsprechend an jeder Stelle beginnen, wenn man die innere Grundeinstellung hat. Ich habe eine persönliche Vorstellung von Instituten und Koordinationsinstituten, sie ist aber vielleicht nur ein Bild für den viel wichtigeren Wunsch einer funktionierenden Kommunikation in diesem Bereich und einer sinnvollen Wertsteigerung der Basis, aus der Kunstwerke entstehen.

Lao Tse: eine Reise von tausend Meilen fängt unter deinen Füßen an...



Maria Rauch, Wien, Februar 1991